Elektro-Offerten schneller erstellen — Praxis-Tipps
Zu viel Zeit für Offerten? So erstellen Elektrobetriebe professionelle Angebote in der Hälfte der Zeit — mit Vorlagen und digitalen Tools.

Das Problem: Offerten fressen Zeit
[Elektrobetriebe](/branchen/elektro) verbringen im Schnitt 8–12 Stunden pro Woche mit dem Erstellen von Offerten. Viele davon werden nicht einmal zum Auftrag. Das muss effizienter gehen.
Warum sind Elektro-Offerten so zeitaufwändig?
- Viele Einzelpositionen — Eine Elektroinstallation hat oft 50–200 Positionen
- Unterschiedliche Einheiten — Stück, Laufmeter, Pauschale, Stunden
- Normvorgaben — NIN, NIV, ASTRA-Richtlinien beachten
- Individuelle Anpassung — Jedes Projekt ist anders
Strategie 1: Vorlagen-System aufbauen
Standard-Offerten für wiederkehrende Arbeiten
Erstellen Sie Vorlagen für Ihre häufigsten Aufträge:
Wohnungsinstallation (3.5-Zi-Wohnung):
- 12x Lichtauslässe inkl. Schalter
- 18x Steckdosen (T13/T23)
- 1x Tableaubestückung
- 1x Multimedia-Dose pro Zimmer
- Kabeltrasse und Verdrahtung
Küche komplett:
- 6x Steckdosen Arbeitsfläche
- 1x Starkstromanschluss (Herd)
- 1x Anschluss Geschirrspüler
- 1x Anschluss Dunstabzug
- LED-Unterbauleuchten
Badezimmer:
- 2x Feuchtraum-Steckdosen
- 1x Spiegelschrank-Anschluss
- 1x Bodenheizungs-Thermostat
- 1x Lüfter-Anschluss
Vorlagen anpassen statt neu erstellen
- Vorlage kopieren
- Mengen anpassen
- Kundenspezifische Positionen ergänzen
- Preise aktualisieren
Zeitersparnis: 60–70% gegenüber Neuerstellung
Strategie 2: Leistungspakete schnüren
Statt 50 Einzelpositionen bieten Sie Pakete an:
- Paket "Smart Light" — 10 Lichtpunkte inkl. Schalter, CHF 3'200
- Paket "Multimedia" — Netzwerk-Verkabelung 5 Räume, CHF 2'800
- Paket "E-Mobilität" — [Wallbox inkl. Installation](/blog/ladestation-installation-elektrobetrieb), CHF 2'500
Vorteile von Paketen
- Weniger Offert-Positionen
- Einfacher für den Kunden zu verstehen
- Schnellere Entscheidung
- Bessere Kalkulation (feste Margen)
Strategie 3: Digitale Offert-Erstellung
Workflow
- Vor Ort: Begehung mit Tablet, Positionen direkt erfassen
- Im Büro: Vorlage laden, Positionen zuweisen, Preise berechnen
- Versand: PDF per E-Mail, digital unterschreiben lassen
- Nachfassen: Automatische Erinnerung nach 7 Tagen
Preiskataloge pflegen
Pflegen Sie einen aktuellen Preiskatalog:
- Material: EK-Preise der Grosshändler aktualisieren
- Aufschlag: Feste Margen pro Kategorie (z.B. +35% auf Material)
- Arbeit: Stundenansätze nach Qualifikation
- Pauschalen: Für Standardarbeiten (z.B. Steckdose setzen: CHF 180)
Strategie 4: Nachkalkulation nutzen
Vergleichen Sie regelmässig:
- Offerte vs. Ist-Aufwand — Wo kalkulieren Sie zu knapp?
- Hit-Rate — Wie viele Offerten werden zum Auftrag?
- Durchschnittliche Auftragsgrösse — Lohnt sich der Offert-Aufwand?
Wenn Ihre Hit-Rate unter 30% liegt, erstellen Sie zu viele Offerten für die falschen Kunden. Filtern Sie besser vor.
Fazit
Mit einem durchdachten Vorlagen-System, Leistungspaketen und digitalen Tools können Elektrobetriebe ihre Offert-Zeit um 50–70% reduzieren — und trotzdem professioneller auftreten als mit [handgeschriebenen Angeboten](/blog/offerten-schreiben-handwerker-vorlage-tipps).
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