Solar-Boom Schweiz — PV-Betriebe und die Nachfrage
Mit 8.2 GW installierter Leistung und 10% Wachstum 2024 bleibt der Schweizer PV-Markt auf Kurs. Was PV-Betriebe jetzt tun müssen, um mitzuhalten.

Der Solar-Boom in Zahlen — Update 2025
Die Schweiz bleibt auf Solar-Kurs: 2024 wurde mit 1'798 MW neu installierter PV-Leistung ein neuer Rekord aufgestellt — ein Wachstum von 10% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt waren Ende 2024 Solarpanels mit einer Leistung von 8.2 Gigawatt installiert, die über 10.4% des gesamten Schweizer Strombedarfs abdeckten. Das entspricht Solarstrom für rund 2 Millionen Haushalte.
Zwischen 2020 und 2023 lag das jährliche Marktwachstum noch bei durchschnittlich 50%. Dass es sich nun bei 10% eingependelt hat, ist kein Grund zur Sorge — die absoluten Zubauzahlen sind weiterhin hoch und die Branche ist auf Kurs für die politischen Ziele.

Was die aktuellen Zahlen für PV-Betriebe bedeuten
Markt bleibt auf hohem Niveau
Swissolar erwartet für 2025 einen leichten Rückgang von ca. 10% — aber das bedeutet immer noch rund 1'600 MW Zubau. Ab 2026 wird eine Stabilisierung erwartet. Der Bundesrat plant, die Solarstrom-Produktion in den nächsten fünf Jahren mehr als zu verdoppeln.
Trend zu grösseren Anlagen
Die Durchschnittsgrösse einer PV-Anlage stieg innerhalb eines Jahres von 28.2 auf 32.1 Kilowatt. Das bedeutet: Projekte werden komplexer, die Planung anspruchsvoller — und gute Organisation wird wichtiger denn je.
Batteriespeicher boomen
47% aller EFH-Anlagen wurden 2024 mit Batteriespeichern ausgestattet (Vorjahr: 42%). Im Bereich Industrie und Gewerbe hat sich die Speicherinstallation sogar verdoppelt. Ein zusätzliches Geschäftsfeld — aber auch mehr Koordinationsaufwand.
Die 3 grössten Herausforderungen
1. Offerten-Stau
Anfragen stapeln sich, aber Offerten dauern zu lange. Bei grösseren Anlagen mit Speicherlösungen wird die Offertstellung noch komplexer. Kunden warten Tage oder Wochen — und gehen zur Konkurrenz.
2. Montage-Koordination
Mehrere Baustellen gleichzeitig, verschiedene Teams, unterschiedliche Materialbedürfnisse. Mit dem Trend zu grösseren Anlagen und zusätzlichen Speicherinstallationen wird die Koordination noch anspruchsvoller.
3. Fachkräftemangel
Es gibt mehr Aufträge als Monteure. Bei jährlich 1'600–1'800 MW Zubau wird [Effizienz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil](/blog/handwerker-mangel-schweiz-effizienz).
5 Strategien für PV-Betriebe
1. Offerten in Stunden statt Tagen
Mit standardisierten [Offerten-Vorlagen](/blog/offerten-schreiben-handwerker-vorlage-tipps) und KI-Unterstützung erstellen Sie PV-Offerten in 30 Minuten statt 3 Stunden. Inkl. Speicherlösungen und Förderbeiträge. Das Ergebnis: Schnellere Antwortzeit = mehr Abschlüsse.
2. Digitale Projektplanung
Vom Kundentermin über die Bestellung bis zur Inbetriebnahme — jeder Schritt im System. Besonders wichtig bei grösseren Anlagen mit Speicher, wo mehr Gewerke koordiniert werden müssen.
3. Material vorausplanen
Module, Wechselrichter, Batteriespeicher, Unterkonstruktion — bestellen Sie Material frühzeitig basierend auf Ihren geplanten Projekten. Lieferengpässe sind der Killer für Ihre Timeline.
4. Teams optimal einsetzen
Digitale Einsatzplanung statt Zettelwirtschaft. Sehen Sie auf einen Blick, welches Team wo ist und wann verfügbar. Bei 1'800 MW jährlichem Zubau zählt jeder verlorene Tag.
5. Vom Projekt direkt zur Rechnung
Keine Rechnung vergessen, keine Nachkalkulationen nötig. Zeiten und Material werden während des Projekts erfasst — die Rechnung ist ein Klick.
Neue Rahmenbedingungen ab 2026
Das revidierte Stromversorgungsgesetz (StromVG) bringt wichtige Änderungen:
- Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) ermöglichen den lokalen Stromverbrauch und bieten Alternativen zum Stromverkauf an Verteilnetzbetreiber.
- Rückerstattung des Netzentgelts für Batteriespeicher macht Speicherlösungen noch attraktiver.
- Einheitliche Abnahmevergütung für eingespeisten Strom schafft mehr Planungssicherheit.
Für PV-Betriebe bedeutet das: Neue Beratungskompetenz ist gefragt — und wer seine Kunden über LEG und Speicherlösungen informieren kann, hat einen klaren Vorteil.
Wachstum organisieren
Neue Mitarbeiter schnell einarbeiten
Wenn Prozesse digital und standardisiert sind, können neue Mitarbeiter schneller produktiv werden. Das ist bei anhaltendem Wachstum entscheidend.
Subunternehmer koordinieren
Viele PV-Betriebe arbeiten mit Subunternehmern. Digitale Projektplanung macht die Koordination deutlich einfacher — gerade wenn Speicherinstallationen zusätzliche Spezialisten erfordern.
Qualität trotz Wachstum
Mehr Aufträge dürfen nicht zu schlechterer Qualität führen. Checklisten und Dokumentation helfen, den Standard zu halten — bei jeder Anlagengrösse.
Fazit
Mit 8.2 GW installierter Leistung und ambitionierten Ausbauzielen bleibt der Schweizer PV-Markt eine riesige Chance. Grössere Anlagen, Speicherlösungen und neue Regulierungen machen die Arbeit aber komplexer. PV-Betriebe, die ihre Prozesse digital und effizient aufstellen, werden davon am meisten profitieren. Erfahren Sie mehr über [Baunex für Solarbetriebe](/branchen/solar).
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