Software für Heizung, Lüftung und Kälte

Software für Heizungsinstallateure, Lüftungs- und Kältebetriebe

Wartungsverträge mit festen Intervallen, Anlagen pro Liegenschaft, Pikett und Störungseinsätze, Inbetriebnahme- und Wartungsprotokolle – und am Ende die QR-Rechnung, pro Einsatz oder als Jahrespauschale.

Heizung, Lüftung, Kälte: ein eigenes Geschäft neben dem Sanitär

Viele Betriebe der Gebäudetechnik machen Sanitär und Heizung gemeinsam. Die Seite Sanitär-Software zeigt diesen Haustechnik-Alltag mit Badumbau, Boiler und Rohrbruch. Diese Seite richtet sich an Betriebe, deren Umsatz vor allem aus Heizung, Lüftung, Klima und Kälte kommt: Heizungsinstallateure, Wärmepumpen-Spezialisten, Lüftungsanlagenbauer und Kältesystem-Monteure.

Ihr Geschäft funktioniert anders als eine Baustelle. Eine Heizung oder Lüftung wird einmal installiert und danach über Jahre betreut: Wartung nach Vertrag, Störungen im Winter, Kontrollen nach Vorschrift, Ersatz und Sanierung. Der Wert des Betriebs steckt im Anlagenbestand und in den Wartungsverträgen – und genau diese Informationen liegen oft verteilt in Ordnern, Excel-Listen und im Kopf erfahrener Servicetechniker.

Für die Mitarbeitenden gilt der allgemeinverbindliche GAV Gebäudetechnik von suissetec, Unia und Syna (ausser in GE, VD und VS mit eigenen Verträgen). Er regelt Pikett-Entschädigung, Überstundenzähler, Wegzeiten und Zuschläge – Regeln, die eine Software für Heizung und Lüftung in der Zeiterfassung abbilden muss. suissetec zählt rund 3'600 Mitgliedsbetriebe in 24 Sektionen.

Wo HLK-Betriebe Umsatz und Zeit verlieren

Wartungen gehen vergessen

Die Liste fälliger Wartungen lebt in Excel oder im Kalender eines Mitarbeiters. Fällt er aus oder geht er in Pension, fehlen Termine – und mit ihnen wiederkehrender Umsatz.

Keine Anlagenhistorie vor Ort

Der Servicetechniker steht vor einer Wärmepumpe und weiss nicht, was beim letzten Einsatz gemacht wurde, welches Kältemittel drin ist oder welche Ersatzteile verbaut sind.

Pikett per Telefonliste

Wer hat diese Woche Pikett, wer ist schon im Einsatz, wer ist am nächsten? Ohne gemeinsame Planung landet die Störung beim falschen Monteur – oder beim Chef.

Protokolle auf Papier

Inbetriebnahme- und Wartungsprotokolle mit Messwerten werden von Hand ausgefüllt, eingescannt und abgelegt. Bei Kälteanlagen fehlt dann der Eintrag im Wartungsheft.

Pauschalen falsch verrechnet

Jahrespauschale oder Abrechnung pro Einsatz? Ohne klaren Vertrag in der Software wird doppelt verrechnet, vergessen oder ein Einsatz ausserhalb des Vertragsumfangs gratis erledigt.

Pikett und Zuschläge von Hand

Wochenpauschale, Sonntagszuschlag, Nachtarbeit, Überstundenzähler A und B: Wer das monatlich aus Stundenzetteln rechnet, macht Fehler und verliert Stunden.

Was Baunex für Heizungs-, Lüftungs- und Kältebetriebe übernimmt

Anlagen pro Liegenschaft

Jede Anlage ist einem Kunden und Objekt zugeordnet, mit Standard-Wartungsintervall. Der Techniker sieht vor Ort, was installiert ist und was beim letzten Einsatz protokolliert wurde.

Wartungsverträge mit Intervall

Verträge legen Sie mit Intervall an – monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich oder alle X Tage – und wählen die Abrechnung pro Einsatz oder als Jahrespauschale. Vorlagen sparen Zeit bei wiederkehrenden Vertragstypen, und Kunden können den Vertrag digital unterschreiben.

Serviceaufträge und Störungen

Vom Anruf zum Auftrag: Störung erfassen, Monteur zuweisen, Einsatz in der App. Schnellrapport mit Zeit, Material und Fotos, danach Direktverrechnung.

Pikett auf der Plantafel

Pikett, Wartungen, Baustellen und Abwesenheiten stehen auf derselben Plantafel. Eine Störung geht an den Monteur, der Pikett hat und frei ist.

Protokolle mit Messwerten

Inbetriebnahme- und Wartungsprotokolle füllen Sie digital aus, mit Messwerten, Fotos und Kundenunterschrift. Das Protokoll bleibt bei Anlage und Auftrag abgelegt.

Material, Lager und Rechnung

Ersatzteile und Material buchen Sie aus dem Lager auf den Einsatz. Aus Rapport und Vertrag entsteht die QR-Rechnung; die Buchhaltung läuft auf Wunsch über die bexio-Synchronisation.

So läuft eine Wartungssaison mit Baunex

Beispiel: Ein Heizungsbetrieb mit 6 Monteuren betreut Wärmepumpen, Gasheizungen und Lüftungsanlagen in Wohnüberbauungen.

  1. 1

    Anlagen und Verträge erfassen

    Einmal pro Kunde: Objekt, Anlagen mit Typ und Intervall, Vertrag mit Leistungsumfang und Abrechnungsart. Bestehende Excel-Listen sind die Ausgangslage.

  2. 2

    Fällige Wartungen einplanen

    Die Software zeigt, welche Wartungen fällig werden. Der Disponent verteilt sie auf der Plantafel nach Region und Know-how – Lüftung zum Lüftungstechniker, Wärmepumpe zum Spezialisten.

  3. 3

    Pikett festlegen

    Die Pikettwoche rotiert im Team und steht auf der Plantafel. Störungen ausserhalb der Arbeitszeit gehen direkt an den Monteur mit Pikett.

  4. 4

    Wartung vor Ort

    Der Monteur öffnet Anlage und letzten Rapport in der App, füllt das Wartungsprotokoll mit Messwerten aus, fotografiert, bucht Material und lässt unterschreiben.

  5. 5

    Abrechnen

    Bei Abrechnung pro Einsatz entsteht die Rechnung aus dem Rapport. Bei Jahrespauschale sehen Sie, welche Leistungen ausserhalb des Vertrags lagen und separat verrechnet werden.

  6. 6

    Stunden und Pikett abschliessen

    Arbeitszeit, Überstunden und Pikettwochen pro Person sind erfasst. Die Lohnbuchhaltung erhält die Zahlen für Wochenpauschale und Zuschläge.

Baunex im HLK-Service

Wartungsvertrag: Intervall, Leistungsumfang und Abrechnung pro Einsatz oder Pauschale
Anlagen pro Objekt mit Wartungshistorie
Wartungsprotokoll mit Messwerten, Fotos und Unterschrift

Für welche HLK-Betriebe Baunex passt

Heizungsinstallateure

Heizungsersatz, Wärmepumpen, Gas- und Ölheizungen: Installation als Projekt, danach Wartung nach Vertrag. Beides im selben System, mit derselben Anlage.

Wärmepumpen-Spezialisten

Viele Neuanlagen, dazu Kontrollen in den ersten Betriebsjahren. Die Anlagenhistorie zeigt, welche Kontrolle wann fällig ist.

Lüftungsanlagenbau

Komfortlüftungen in Wohnbauten und Anlagen in Gewerbebauten mit Filterwechseln und Hygienekontrollen nach Intervall.

Kälte und Klima

Klimageräte und Kälteanlagen in der Gebäudetechnik: Dichtheitskontrollen nach Zyklus, Einträge zu Kältemittelmengen und Protokolle bei jedem Eingriff.

Gemischte HLKS-Betriebe

Heizung, Lüftung und Sanitär im selben Betrieb: ein Kundenstamm, eine Plantafel, getrennte Vertragstypen. Sanitär-Themen siehe Sanitär-Software.

Service für Verwaltungen

Liegenschaftsverwaltungen mit vielen Objekten wollen Termine, Protokolle und Rechnungen pro Liegenschaft. Die Zuordnung Anlage – Objekt – Kunde macht das sauber.

Regeln, Zahlen und Rechenbeispiele für HLK-Betriebe

Alle Werte mit Quelle. Massgebend sind der GAV-Text, die Verordnungen und Ihr Vertrag.

GAV Gebäudetechnik: was Zeiterfassung und Planung abbilden müssen

ThemaRegelArtikel
GeltungHeizung, Klima/Kälte, Lüftung, Sanitär, Spenglerei/Gebäudehülle, Solarwärme; ausgenommen gewerbliche Kälte und Hersteller, die nur eigene Produkte montierenArt. 3.2.1
PikettdienstWochenpauschale (Mo–So) CHF 180, sofern sich der Mitarbeitende nicht im Betrieb bereithalten mussArt. 43.4
Sonn- und Feiertage100 % Zuschlag (00–24 Uhr)Art. 43.1
Nachtarbeitvorübergehend (23–06 Uhr, unter 25 Nächten pro Jahr): 50 %; Abendarbeit 20–23 Uhr bei mehr als 8 Stunden am Tag: 25 %Art. 43.1
Überstunden41.–45. Stunde pro Woche in Zähler A, 46.–50. Stunde in Zähler B; Saldi monatlich ausweisenArt. 28.2, 28.3
WegzeitWohnort–Einstellungsort unbezahlt; Einstellungsort–Einsatzort bezahlte ArbeitszeitArt. 25.5, 25.6
RapporteMitarbeitende erstellen die vorgeschriebenen Arbeitsrapporte sorgfältig und liefern sie pünktlich abArt. 22.22

Quelle: GAV in der Schweizerischen Gebäudetechnikbranche 2025–2028 (suissetec), geprüft am 25.10.2026; allgemeinverbindlich bis 31.12.2029. Übersicht: GAV Gebäudetechnik und Pikettdienst: Arbeitszeit und Entschädigung.

Mindestlöhne 2026 GAV Gebäudetechnik (Auswahl)

Kategorieab Lehrabschluss / 1. Jahrab 3. Jahrab 5. Jahr
Installateur EFZCHF 4'600 (26.54/h)CHF 5'100 (29.43/h)CHF 5'300 (30.58/h)
Installateur EBACHF 4'100 (23.66/h)CHF 4'300 (24.81/h)CHF 4'500 (25.97/h)
ohne Ausbildung (ab 20 J.)CHF 4'000 (23.08/h)CHF 4'100 (23.66/h)CHF 4'300 (24.81/h)

Quelle: suissetec, Mindestlöhne 2026. Stundenlohn = Monatslohn ÷ 173,3 (Art. 37.2 GAV).

Kälteanlagen: Pflichten nach Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV)

Betrifft Anlagen und Geräte mit Kältemitteln – also auch Wärmepumpen und Klimageräte –, sobald die Füllmenge die Schwelle überschreitet.

PflichtSchwelle / Zyklus
Meldung an das BAFUAnlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel; neue Anlagen innert 3 Monaten nach Inbetriebnahme; Änderungen und Ausserbetriebnahme ebenfalls
Kennnummer an der Anlagestationäre Anlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel
Wartungsheftbei mehr als 3 kg Kältemittel, in der Nähe der Anlage; Datum, Arbeiten, Firma, Name und Unterschrift, Menge und Art des Kältemittels, Ergebnis der Dichtheitskontrolle
Dichtheitskontrollemehr als 3 kg ozonschichtabbauende oder in der Luft stabile Kältemittel bzw. mehr als 5 t CO2-Äquivalent; zusätzlich nach jedem Eingriff in den Kältekreislauf
Zyklus vor Ort montierte Anlagenerste Kontrolle nach 2 Jahren, zweite nach 1 weiteren Jahr, danach jährlich
Zyklus werkseitig hermetische Geräteerste Kontrolle nach 6 Jahren, zweite nach 4 weiteren Jahren, danach alle 2 Jahre
Fachbewilligungfür jeden beruflichen Umgang mit Kältemitteln, auch für Dichtheitskontrollen (oder Begleitung durch eine Person mit Bewilligung)

Quelle: Kanton Freiburg, Amt für Umwelt, «Kältemittel» (Stand 22.1.2026), gestützt auf die ChemRRV; geprüft am 25.10.2026. In Baunex halten Sie solche Zyklen als Wartungsintervall der Anlage fest.

Rechenbeispiel: Pikett und Wartungsvolumen planen

Annahmen: 4 Monteure teilen sich das Pikett im Wochenwechsel; 240 Wartungsverträge mit Jahresintervall, je 2 Stunden pro Wartung.

GrösseRechnungErgebnis
Pikettwochen pro Monteur52 Wochen ÷ 413 Wochen pro Jahr
Pikettpauschale pro Monteur13 × CHF 180CHF 2'340 pro Jahr
Pikettpauschale Betrieb52 × CHF 180CHF 9'360 pro Jahr
Wartungen pro Monat240 ÷ 1220 Wartungen
Wartungsstunden pro Monat20 × 2 h40 Stunden
Anteil an einem Monteur-Monat40 h ÷ 173,3 hrund 23 %

Eigene Berechnung aus Art. 43.4 GAV Gebäudetechnik (CHF 180) und dem Divisor 173,3. Die Pauschale gehört in Ihre Pikett- und Serviceansätze; Einsätze am Sonntag kommen mit 100 % Zuschlag dazu.

MWST: Saldosteuersätze für HLK-Betriebe

Tätigkeit (Wortlaut ESTV)Saldosteuersatz seit 1.1.2025
Heizungen / Lüftungen: Lieferung mit Montage3,7 % (bis 2024: 3,0 %)
Kälte-/Klimaanlagen: Lieferung mit Montage3,7 % (bis 2024: 3,0 %)
Sanitäre Installationen: Lieferung mit Montage3,7 %
Reparaturen aller Art, soweit nicht anderswo genannt4,5 %
Hauswartungen6,2 %

Quelle: Verordnung der ESTV über die Höhe der Saldosteuersätze (SR 641.202.62). Jede Tätigkeit mit mehr als 10 % Anteil am steuerbaren Umsatz wird zu ihrem eigenen Satz abgerechnet (ESTV).

Häufige Fragen zur Software für Heizung, Lüftung und Kälte

Was ist der Unterschied zur Sanitär-Software von Baunex?

Es ist dieselbe Software. Die Sanitär-Seite beschreibt den Haustechnik-Alltag mit Badumbau, Boilern und Notdienst. Diese Seite zeigt, wie Heizungs-, Lüftungs- und Kältebetriebe Anlagen, Wartungsverträge, Kältemittel-Pflichten und Pikett nach GAV Gebäudetechnik abbilden.

Kann ich Wartungsverträge mit unterschiedlichen Intervallen führen?

Ja. Ein Vertrag hat ein Intervall – monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich oder eine eigene Anzahl Tage – und eine Abrechnungsart: pro Einsatz oder als Jahrespauschale. Für wiederkehrende Vertragstypen legen Sie Vorlagen an.

Können Kunden den Wartungsvertrag digital unterschreiben?

Ja. Sie schicken den Vertrag per Link zur digitalen Unterschrift, der Kunde unterschreibt online – ohne Ausdrucken, Einscannen und Nachfragen.

Wie wird Pikett nach GAV Gebäudetechnik entschädigt?

Muss sich der Mitarbeitende nicht im Betrieb bereithalten, gilt eine Wochenpauschale von CHF 180 für Montag bis Sonntag (Art. 43.4). Einsätze an Sonn- und Feiertagen kommen mit 100 % Zuschlag dazu, vorübergehende Nachtarbeit mit 50 %. Lokale Ergänzungsverträge können das Pikett ergänzend regeln (Art. 5.1).

Unterstützt Baunex die Pflichten für Kälteanlagen?

Baunex ersetzt weder die Meldung an das BAFU noch die Fachbewilligung. Sie können aber den Kontrollzyklus als Wartungsintervall der Anlage hinterlegen, Dichtheitskontrollen als Protokoll mit Messwerten und Fotos erfassen und so die Angaben für das Wartungsheft bereithalten.

Kann Baunex Heizungen oder Lüftungen auslegen?

Nein. Heizlastberechnung, Kanalnetz- und Anlagenauslegung gehören in spezialisierte Planungsprogramme. Baunex übernimmt den Auftrags- und Service-Workflow: Offerte, Einsatzplanung, Rapport, Wartung und Rechnung.

Was kostet Baunex für einen HLK-Betrieb?

Pro Benutzer und Monat, exkl. MWST: Starter CHF 24, Pro CHF 34, Enterprise CHF 49 im Jahresabo (monatlich CHF 29, 39 bzw. 59). Sie können 7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

Wo liegen die Daten?

In Rechenzentren in der EU (Frankfurt). Anlagen, Verträge, Protokolle und Rechnungen sind pro Kunde und Objekt abgelegt.

Quellen

  1. GAV in der Schweizerischen Gebäudetechnikbranche 2025–2028 (Volltext), suissetec / Unia / Syna (abgerufen am 25.10.2026)
  2. Mindestlöhne 2026 Gebäudetechnik, suissetec (abgerufen am 26.09.2026)
  3. Allgemeinverbindlicherklärung GAV Gebäudetechnik (BRB vom 9.5.2025), SECO / Bundesrat (abgerufen am 19.08.2026)
  4. Kältemittel: Meldepflicht, Wartungsheft, Dichtheitskontrolle, Kanton Freiburg, Amt für Umwelt (abgerufen am 25.10.2026)
  5. Saldosteuersätze nach Branchen (SR 641.202.62), ESTV / Fedlex (abgerufen am 26.09.2026)
  6. suissetec: Porträt, suissetec (abgerufen am 26.09.2026)

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